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Bei Königswetter entlang der Isar durch München

Die Vorhersagen für das Wetter am Sonntag waren günstig und so brach früh morgens eine bunt gemischte Radlergruppe von Traunreut aus nach München auf. Erstes Ziel war der P+R Parkplatz an der S-Bahnstation Unterföhring. Nachdem alle die Räder für die Fahrt bereit gemacht und das Gepäck verstaut hatten, hieß es die richtigen Fahrkarten für die S-Bahnfahrt nach Wolfratshausen zu lösen. Es klappte alles super und so konnte die ganze Gruppe zusammen in einem Zug die Fahrt mit der S-Bahn an-treten. An der Donnersberger Brücke hieß es umsteigen nach Wolfratshausen, dem Aus-gangspunkt der Radtour. Von hier aus musste der Rückweg nun mit Muskelkraft bewältigt werden. Vom Bahnhof aus dauerte es nicht lange und die Gruppe erreichte die Isar. Hier konnten die Isarfloße bewundert werden, mit denen auf Fluss und dem Isarkanal nach München gefahren wird. Die Radgruppe gelangte nun in die Pupplinger Au, ein ausgedehntes Naturschutzgebiet entlang der Isar. Auf Höhe Icking konnte die historische Wehranlage, der Beginn des Isarkanals bestaunt werden. Entlang des Kanals ging es nun Kloster Schäftlarn entgegen. Mit einem kleinen Abstecher von der Tour wurde dieses besichtigt Die Kirche des Klosters ist in den letzten Jahren restau-riert worden und erstrahlt nun wieder in vollem Glanz. Bei der Weiterfahrt überholte die Fahrradgruppe viele Floße, die auf dem Isarkanal bei Musik, Bier und Brotzeit, München entgegen trieben. Ein platter Reifen führte zu einer kurzen Zwangspause, ehe das Kraftwerk Mühltal mit der längsten Floßrutsche Europas erreicht wur-de, leider ohne Floß in Aktion. Jetzt war Schluss mit lustig: vom Isartal führte der Weg nun hinauf auf die Hochfläche. Nach einigen Schnaufern und Schweißtropfen war auch dies geschafft und auf schattigen Waldwe-gen ging es nach Grünwald, wo sich im Park ein gutes Plätzchen für eine Brotzeit fand. Wei-ter ging die Fahrt, vorbei an der Burg Grünwald, der Heimat der „Rittersleut“ und wieder hin-unter ins Isartal. Ein abwechslungsreicher Weg führte mit leichtem auf und ab die Gruppe München entgegen. Vorbei am Tierpark wurde der Flaucher, ein bekannter Biergarten, er-reicht und eine ausgiebige Rast gehalten. Frisch gestärkt ging es nun immer weiter in die Stadt hinein: Deutsches Museum, Praterinsel mit Alpinmuseum, Maximilianeum, Friedensengel und Nationalmuseum waren nur einige Sehenswürdigkeiten, die den Weg säumten. Nun aber wartete der Eingang des Englischen Gartens mit den Surfern vom Eisbach auf die Radler. Trauben von Zuschauern bewunderten die aktiven Surfer, die hier ein exotisches Hobby betreiben. Da es sich bei der Radgruppe um Mitglieder des DAV handelte und dieser ja eigentlich Berg-touren unternimmt, wurde natürlich der Monopterus, ein Hügel im Englischen Garten bestie-gen, von welchem man einen herrlichen Ausblick auf München hat. Weiter führte die Tour vorbei am Chinesischen Turm zum Kleinhesseloher See und in die Hirschau, die Verlänge-rung des Englischen Gartens. Von hier aus war es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt der Tour, Unterföhring. Ausgelassen trat die Gruppe die Heimfahrt an und war verwundert, wie wenig Stadt man sieht, wenn man mit dem Rad an der Isar durch München fährt. Wer´s nicht glaubt, kann es ja selber mal ausprobieren.


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