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Tourenwoche im Sarntal

Die DAV-Ortsgruppe Traunreut unterwegs in den „Sarntaler Alpen“.
Das Val Sarentin - das „Sarntal“, nördlich von Bozen, das sich bei Astfeld nochmals in das Penser Tal und das Dürnholzer Tal teilt – war das Ziel der diesjährigen Wochentour der DAV-Ortsgruppe Traunreut.
Wie ein Hufeisen umschließen die Sarntaler Alpen mit ihren über 140 Berggipfeln die blühenden Almen, die sanften Talhänge, die idyllischen Ortschaften. Diese Berge sind keine hohen Gletscher, aber dennoch einladende Gipfel mit einem atemberaubenden Rundblick auf die Dolomiten und den gesamten Alpenbogen Südtirols. (Ötztaler, Zillertaler, Stubaier)
Gegen 7:00 Uhr sind 16 Teilnehmer, in Traunreut gestartet. Mit dabei waren auch Bürgermeister Parzinger und seine Frau.  In Richtung Innsbruck, weiter über den Brenner bis Sterzing und dann hinauf aufs Penserjoch (2215m). Von dort starten wir zur „Eingehtour“, auf das Sarner Weißhorn (2705m). Anfangs flach, dann über Schrofengelände auf das „Göller Joch“ und über einen teils seilversicherten Hang zum Gipfel. Sonne und Schneefelder bescherten uns die ersten Sonnenbrände. Vom Ausgangspunkt aus, zunächst begleitet von einer gewaltigen Almrauschblüte, machten wir uns auf die Fahrt nach „Durnholz“ (Valdurna) zum Gasthof Jägerwirt, unserem Quartier für die nächste fünf Tage.
Am zweiten Tag waren die Kassian Spitze (2581m) und das Latzfonser Kreuz (2311m) unsere Ziele. Natürlich besuchen wir auch die Wallfahrtskirche „Latzfonser Kreuz“, die höchstgelegen Wallfahrtskirche Europas. Nach dem Abstieg durch das „Großalmtal“ erreichten wir nach 9 Stunden wieder Durnholzen.
Nachdem Fahrt, Eingehtour und der zweite Tag doch ihre Spuren hinterlassen hatten, wurde der dritte Tag etwas gemütlicher. Ziel war die „Hohe Reisch“ (2003m) von den Einheimischen auch „Stoanerne Mandeln“ genannt. Die mit Porphyrplatten aufgeschichteten Steinmänner, von denen einige aus vorgeschichtlicher Zeit stammen sollen, geben dieser Gegend einen eigenartigen Charakter, einen sonderbaren Hauch von Geheimnis und Sage. Ausgangspunkt ist der Ort Sarntheim (978m). Am Busparkplatz startet der Wanderbus und bringt uns auf die Sarner Skihütte (1614m). Wir laufen vorbei an der Auener Alm hinauf zum Auener Jöchl (1926m) und weiter auf die „Hohe Reisch“. Über Almwiesen schlendern wir hinunter zum „Möltner Kaser“(1736m) gerade recht zum Mittagessen. Dort lernen wir südtiroler Spezialitäten wie Schwarzplentenknödel mit Speckkraut und Omelette mit Käse, sowie diversen Kuchen kennen. Über das „Putzer Kreuz“, einem Wallfahrtsort für Männer ging es zurück nach Sarntheim. Nach der Rückkehr in Durnholzen ist noch Zeit für eine kurze Andacht in der Kirche „St. Nikolaus“. Hildegard, Bertl, Annerl und Wolfgang umrahmen diese Andacht musikalisch.
Am vierten Tag wieder ein Höhepunkt, die „Jakobsspitze“ (2742m). Über Wiesen und Latschenfelder gehen wir zum „Teller Joch“ (2520m). Dann in luftiger Gratwanderung über Blockgestein steigen wir dem Gipfelkreuz entgegen. Dort heißt es Rasten und die tolle Rundumsicht genießen. Über Geröll, Blockwerk, teilweise drahtseilversichert, aber nicht problematisch, erreichen wir steil abwärts die  „Flaggerschartenhütte“. Da bekommen wir eine unvergessliche Gemüsesuppe nach „Hüttenart“ und sogar ein „Wieninger Bier“. Abwärts führt unser Weg durch das „Seebachtal“ nach Durnholz.
Für den fünften Tag haben wir uns die Karnspitze, (2412m) vorgenommen. Gegenüber der Pension beginnt der anfangs sehr steile Weg. Über Wiesen, Forststraßen, Steige und durch Latschengassen erreichen wir das Durnholzer Jöchl(2259m). Über Wiesen schaffen wir auch noch die letzten 150 Höhenmeter zum Gipfel und werden wieder mit einer tollen Rundumsicht belohnt. Der Rückweg war leider nur auf der Aufstiegsroute möglich. Vor demAbendessen machten wir noch eine Wanderung um den „Durnholzer See“ und eine stille Einkehr in der „Wegmannkapelle“.
Der Tag der Heimfahrt, aber nicht ohne eine Tour. Wieder mit dem Auto aufs Penser Joch bis zu den Penser Almen(2158m). Dann geht es zum Abschiedsgipfel, der Tatschspitze (2526m). Etwa 4 Stunden sind wir unterwegs. Mit dieser Tour war die 12. Wochentour beendet. Wir hatten 6 Gipfel in 6 Tagen bei immer schönem Wetter erstiegen. Zum Erfolg beigetragen haben auch die freundlichen Wirtsleute mit einer tollen Unterkunft und ihrer guten Verpflegung.  Dank unseres Tourenbegleiters Gerhard Hartmann und mit der tatkräftiger Unterstützung von Gottfried Alversammer und Hans Heiss waren diese Touren unfallfrei und  bleiben uns noch lange in sehr guter Erinnerung.



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