und zur Gurnwand (1691 m)
Hörndl- und Gurnwand bilden die Gipfel des Seehauser Hochkienbergs, einem stark bewaldeten Bergzug im Herzen der Chiemgauer Alpen. Diese 2 Berge mit 3 Gipfelkreuzen waren am Dienstag das Ziel von 17 Berg-begeisterte des DAV Traunreut. Da der Wetterbericht ab Mittag Regen ansagte, machten wir uns schon sehr früh auf und waren schon um 7:30 Uhr am Startpunkt dieser überaus reizvollen Tour, dem Gasthaus Seehaus. Zunächst geht es auf gut angelegten Wanderwegen mäßig steil durch den Wald. Nach etwa einstündiger Gehzeit erreichten wir die Branderalm, welche in den Sommermonaten bewirtschaftet ist. An dieser links vorbei, weiter über Almwiesen, führte der Weg nach wenigen Minuten erneut durch bewaldetes Gebiet. An einer Weggabelung, welche die Hörndlwand in zwei unterschiedliche Richtungen ausweist, folgten wir zunächst dem rechten Weg. Dieser führt über die Nordseite zum Gipfel. An der Hörndlalm einer unbewirtschafteten Berghütte, welche man nach halbstündiger Gehzeit von der Branderalm aus erreicht, befindet sich ein schöner Platz zum Rasten. Hier lässt sich die Hörndlwand von ihrer eindrucksvollsten Stelle bewundern. Nun teilte sich die Gruppe: 5 Personen stiegen in Richtung Röthelmoos ab, weil für die weitere Tour Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich war. Die anderen gingen nun weiter steil bergan durch die schattige Norwand. Der Gipfel der Hörndl-wand(1684m) ist dann nach etwa einer Stunde erreicht. Eine schöne Aussicht auf Ruhpolding,
den Rauschberg sowie dem Umland und der nicht allzu seltenen Gelegenheit Kletterer zu beobachten sind der Lohn für all die Mühe. Weiter ging es zur neben der Hörndlwand gelegenen Gurnwand. Ihr höchster Gipfel, der Gurnwandkopf (1691m), zugleich auch höchster Punkt des Seehauser Hochkienbergs, konnte nach weiteren 15min Gehzeit erreicht werden. Auch von hier hat man fantastische Tiefblicke. Von dort geht es schließlich zum letzten Gipfelkreuz des Tages: dem Obinger Kreuz. Dazu nutzen wir die freigschnittene Latschengasse und gehen meist gerade nach Osten. Da es auf der Anhöhe frisch und windig ist, treten wir gleich den Rückweg an. Durch ein Labyrinth von Latschenkiefern suchen wir uns den Weg. Auf einer windgeschützten Grasfläche können wir Brotzeit machen. Der anschießende Abstieg erfolgte über einen schmalen Steg Richtung Wappachtal. Nässe und Auswaschungen haben ihn beschwer-lich gemacht. Aber nach etwa einer Stunde haben wir es geschafft, und wir gehen das letzte Stück Richtung Lödensee. Ein kurzes Bad im Lödensee erfrischt uns und so sind wir für die anschließende Kaffepause im Seehaus gerüstet. Kein Regenschauer hat uns erwischt, aber wir waren nach der sechsstündigen Tour rechtschaffen müde. Unserem Tourenbegleiter Gottfried Alversammer gebührt ein herzlicher Dank für diese erlebnisreiche Tour.
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